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Caelum - Sternstunden

Martin Zürcher

Caelum ist ein Projekt der Familie Pimentel. Nachdem die Pimentels während mehr als 10 Jahren Weintrauben züchteten und an umliegende Winzer verkauften, haben sie sich im Jahr 2009 entschlossen, den Kreis zu schliessen und ihre eigene Weinkollektion zu kreieren. An einem schönen Frühlingstag werden wir von Hernan auf dem Hof empfangen. Alles sieht sehr neu aus und auf Besucher ausgerichtet. Er erklärt uns, dass es sich hier um einen Ort der Begegnung handelt: «Wir feiern hier private Feste mit Freunden und Familie und empfangen immer öfter auch Touristen und Weinliebhaber».

Hernan hat als studierter Ingenieur einen sehr technischen Zugang zum ganzen Prozess – von der Bepflanzung bis hin zum vollendeten Spitzenwein. Es gibt keine Kennzahlen, die er nicht im Detail kennt. Die Mutter Mercedes Diaz ist als Agronomin für die optimale Pflege der Pflanzen zuständig. Costanza Pimentel kümmert sich um Marketing und Verkauf. Die Vinifizierung obliegt dem italienischen Önologen Giuseppe Franceschini, der nach seinem Studium an der Universität von Udine bereits auf verschiedenen Weingütern in Italien und Argentinien tätig war.

Neben der Weinherstellung, die von A bis Z auf dem Hof stattfindet, hat die Familie Pimentel noch zwei weitere Geschäftsbereiche: Pinienbäume werden angepflanzt und Trauben für den Verkauf an andere Weingüter produziert.

Sehr lange wird in Agrelo Alto, welches etwa 40 Minuten südlich vom Stadtzentrum von Mendoza liegt, noch nicht Wein angebaut. Das Gebiet wurde Ende der Neunziger Jahre für die Rebenkultivierung entdeckt. In dieser Zeit begannen in unmittelbarer Nähe auch die Schweizer Thomas Schmidheiny und Dieter Meier mit der Weinkultivierung. Deren Produktion ist jedoch um ein Vielfaches grösser und mechanischer als diejenige von Caelum.

Auf den 36,5 Hektaren von Caelum werden Malbec und Cabernet Sauvignon für die Rotweine und den Rosé, sowie Torrontés, Chardonnay, Fiano und Pinot Noir für die Weissweine angepflanzt. Die jährliche Produktion beläuft sich zurzeit auf 70‘000 Flaschen.

Nicht nur beim Inhalt wird mit viel Liebe zum Detail gearbeitet, auch die Labels haben ihre ganz eigene Geschichte. Caelum – zu Deutsch: Grabstichel – steht für ein Sternenbild, welches auf der südlichen Hemisphäre sichtbar ist. In der klassischen Linie der Caelum Weine ist dieses Sternenbild auf den Etiketten erkennbar, während in der Reserva-Linie die astronomischen Nebelflecke (Nebula), welche die Farbe des Weines am besten repräsentieren, abgebildet sind.

Bei der gemeinsamen Degustation –begleitet von hofeigenen, frisch gerösteten Pinienkernen – kommt auch bei Hernan der Geniesser zum Vorschein. Er erzählt von der grossen Entwicklungsarbeit der letzten Jahre. Wir probieren und sind uns einig – da haben wir eine echte Trouvaille gefunden.

 



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